Orgasmus

Der Orgasmus beschreibt den sexuellen Höhepunkt, zu dem es normalerweise beim Geschlechtsverkehr oder der Selbstbefriedigung kommt. Der Begriff Orgasmus leitet sich aus dem Altgriechischen von ???????? (orgasmós = heftige Erregung) ab. Das ist die “offizielle” Version. In der Tat wird dieser Höhepunkt durch einen Reflex ausgelöst. Mehr dazu Den Geheimcode des Körpers kennen.

Neben dem einfachen Orgasmus, wie er den meisten Erwachsenen bekannt sein dürfte, gibt es auch den multiplen Orgasmus. Hierüber ranken sich viele Mythen und viel Halbwissen wird ausgeschüttet. Besonders unter Jugendlichen ist dies ein Begriff, der viel Neugier auf sich zieht.

 

Biologischer Ablauf eines Orgasmus

Männer und Frauen können auf verschiedene Weise einen Orgasmusreflex erleben, weswegen es zu unterschiedlichen sexuellen Vorlieben kommt.
Der sexuelle Höhepunkt führt bei beiden Geschlechtern zu einer erhöhten Ausschüttung des Glückshormons Oxytocin, was zur Entspannung und einem tieferen Nachtschlaf führt. Durch die erhöhte Konzentration von Immunglobulinen (Antikörper) in Blut und Speichel können eindringende Keime aus dem Speichel bekämpft werden.
Neurophysiologisch betrachtet ist der sexuelle Höhepunkt ein Vorgang im zentralen Nervensystem. Der Orgasmusreflex zeichnet sich im Gehirn als sehr starke neuronale Aktivität – besonders im limbischen System – ab. Vor allem ist eine neuronale Aktivität im Hypothalamus (=Abschnitt des Zwischenhirns) und in der Amygdala (=Mandelkern) mit dem Orgasmus in Verbindung zu bringen.

Entwicklungsbiologischer Hintergrund des sexuellen Höhepunkts

Der sexuelle Höhepunkt hat entwicklungsbiologisch einen großen Nutzen. Wenn der geschlechtliche Liebe mit einem sexuellen Höhepunkt „belohnt“ wird, werden die Individuen häufiger Geschlechtsverkehr haben, was zu mehr Nachfahren und einer Vergrößerung der Population führt – so die der Theorie zuträgliche und adäquate These. Zudem trägt der Orgasmus einen wichtigen Teil zur Paarbildung bei. Denn gemeinsam erlebte und geteilte Erfahrungen schöner Momente der Sicherheit, des Wohlbefindes und der Zweisamkeit stärken die interpersonelle Beziehung und schaffen eine starke Verbundenheit. Dieser Umstand begünstigt die monogame Paarbildung und kann infolge die Aufzucht des Nachwuchs ebenso begünstigen, was ein kohärentes Bild innerhalb der evolutionstheoretischen Theorie abgibt.

{ 0 Kommentare... lies unten weiter oder schreibe ein Kommentar }

Hinterlasse einen Kommentar

*