Das große Porno-Experiment

Das große Porno-Experiment, so der Titel des Beitrages von Gary Wilson von TEDx Glasgow, behandelt eine Analyse zum Konsum von pornografischem Material im Internet.

Der fundierte und anschauliche Vortrag des Sexual- und Pornoforschers hat bereits über eine Millionen Klicks. (Zur Pornoforschung)

Das große Porno-Experiment sehen Sie hier!

Die Auswirkungen von Internet-Pornografie sind allerdings noch so wenig erforscht, dass sich wissenschaftlich noch keine sehr verlässlichen Aussagen darüber treffen lassen. Wissenschaftstheoretisch problematisch ist , dass nahezu keine Kontrollgruppe existiert. “Es gibt keine männlichen Jugendlichen, die noch keine Pornos konsumiert haben”. Allerdings lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen bzgl. der Regelmäßigkeit, der Tiefe und der subjektiven Abhängigkeit gegenüber pornografischen Inhalten. Gelegentlicher Pornokonsum kann sich über die Zeit zu einer Pornosucht ausbilden. Aufmerksamkeitsstörungen, Depressionen, Unbehagen in sozialen Gruppen und Leistungsängste können einerseits Symptome sein ebenso wie Sucht begünstigende  Faktoren.

Unterschiede von Selbstbefriedigung zu Pornos

  • Maßgeblich für den Erfolg von Internet-Pornografie.
  • Selbstbefriedigung (auch zu Pornos) ist nicht gleich Sex!
  • Es werden viele Bilder unterschiedlicher attraktiver Sexualpartner in kurzer Zeit vorgeführt und dem Gehirn präsentiert: Dies wird als sehr positiv und aufregend empfunden (Coolidge-Effekt).
  • Errektile Dysfunktion (Starke Begünstigung vermutet, vorübergehend).
  • Auch wegen der Abstumpfung: Es wird mehr konsumiert, andere Inhalte werden konsumiert und ausprobiert werde Selbstbefriedigungstechniken.

zu partnerschaftlichem Geschlechtsverkehr

  • Emotionales und sinnliches Erlebnis!
  • Berühren und berührt werden.
  • Riechen und Duften (Pheromone).
  • Echte Interaktion mit anderer Person.
  • Vertrauen, Partnerschaft.
  • Sex ist gesund.

Wir wünschen gute Unterhaltung und eine professionelle Sexualaufklärung!

Kondompflicht für Porno-Industrie

Vor ein paar Tagen ist in Los Angeles ein Gesetz durchgebracht worden, welches Pornoakteure zwingt, beim Filmen immer ein Kondom anzuhaben. Die Initiative kam von der dortigen anti AIDS-Liga, aus der Gesundheitsecke also. Ein solches Gesetz weltweit würde ein harter Schlag gegen die Pornoindustrie insgesamt sein.

Kondompflicht für Porno-Industrie

Das neue Gesetz verpflichtet Porno-Darsteller, Kondome zu tragen und etabliert im Verlauf ein System, welches in gewisser Weise der “Los Angeles County – Lebensmittel-Kontrolleurbehörde” ähneln soll.
Porno-Produzenten sind dazu angehalten, eine Gesundheits-Zulassung beim County zu beantragen, die mit Inspektionen am Porno-Set verbunden sind, welche sicherstellen sollen, dass Kondome verwendet werden. Die Inspektoren können die Produktion abbrechen, wenn die Einhaltung der Regeln missachtet wird.
Das County ließ mitteilen, das Gesetz sei von AIDS-Aktivisten angestossen worden, die einen Krankheits-Ausbruch konsternierten und erzwingt die Gründung einer komplett neuen Bürokratie rund um einen Kotroll-Katalog, Trainings-Programme zu Körperflüssigkeiten (…) Das Gesetz wurde mit knapp 56 %-er Mehrheit verabschiedet

Mehr zum Thema:

Pornoforschung | Sexualaufklärung | Pornosucht | Pornoparodie

 
Quelle: aidshealth.org/archives/15130

Zeitungsartikel über Harri Wettsteins Forschungsarbeit, Lausanne Cité, 8. Sept. 2011

Von Charaf Abdessemed, 8. September 2011, in: Lausanne Cité

Harri Wettstein: “Eine Pornoprävention ist dringend notwendig”.

Harri Wettstein forscht zur PornographiePORNOGRAPHIE • Der Philosoph und habilitierte Psychologe Harri Wettstein deckt ins seiner Forschungsarbeit 

« Lutsch mich mal »

Pornographie – Jugendwirklichkeit und sprachlose Sexualpädagogik

die krassen Mängel der Pronoaufklärung an den westschweizer Schulen auf.

Pornoforschung | Was ist Sexsucht? | Pornosucht | Sexualaufklärung

Lausanne Cités: Weshalb interessieren Sie sich für die Pornoprävention bei Jugendlichen?

Harri Wettstein: Als Psychologe und Philosoph habe ich das Thema Sexualität und Fruchtbarkeit schon über Jahre vertieft. Und soblad man sich so richtig eingearbeitet hat, fällt man immer wieder auf die Pornographie, die allgegenwärtig geworden ist. Wir können nicht mehr über Sexualität reden und eine Sexualität haben, ohne auf den Porno zu stoßen.

Lausanne Cités: Im Rahmen Ihrer Forschungsarbeit an der Pädagogischen Fachhochschule in Lausanne kommen Sie ja wahrlich zu erstaunlichen Schlussfogerungen.

Harri Wettstein: Meine Eingangsfrage war: Was gibt es an didaktischem Material bei unseren Gesundheitsspezialisten, den Sozialarbeitern und den Sexualaufklärungsstellen? Womit treten diese Leute diesebezüglich vor der Jugend auf?

Lausanne Cités: Und ja, was gibt es da so?

Harri Wettstein: Nichts Erwähnenswertes. Der Kanton Waadt (französische Westschweiz) hat in Sachen Sexualaufklärung ohnehin den falschen Weg eingeschlagen. Zum einen wird das Thema der Poronographie nicht dirket behandelt, zum andern hat Profamilia, die immer noch  das Monopol zu diesen Fragen innehält, infolge eines für sie sehr negativ ausgefallenen Audits nun angekündigt, sie werde diese Problematik in die Schulen abgegeben und dort auslagern…

Lausanne Cités: Und was geschieht in den Schulen?

Harri Wettstein: Vorläufig noch gar nichts, ausser dass sich die Schüler bereit erklären müssen, dass sie in der Schule nicht auf den Pornoportalen rumsurfen oder obszöne Bilder und Botschaften verschicken. Man glaubt naiv, man könne dieses Problem mit Sanktionen erledigen, wo es doch in Wirklichkeit darum geht, dass die Jugendlichen dieses Phänomen in den Griff bekommen sollen und nicht wie jetzt, wo viele Jungs in den unkontrollierbaren Pronokonsum abdriften.

Lausanne Cités: Sind die Behörden offen für neue Wege und Methoden?

Harri Wettstein: Ich habe sämtliche Behörden angeschrieben. Die wollten mich aber erst gar nicht empfangen. Denn sie wittern, dass ihr Wahrheitsmonopol in Frage gestellt wird – und es lautet: die Sexualität reduziert sich auf Verhütungspillen und Präser! Obwohl jedermann weiss, dass mit den Smartphones die Zugangsschwelle zum Gratisporno so niedrig geworden ist wie noch nie.

Lausanne Cités: Wohin führt das, wenn weiterhin wie bisher “aufgeklärt” wird?

Harri Wettstein: Im Verlaufe meiner Umfrage bin ich zum erschreckenden Ergebnis gekommen, dass das Alpha und Omega der heutigen Sexualität lautet: von anal bis oral. Wegen des gewaltigen Pronoeinflusses ist ein Jugendlicher heute niemand mehr, wenn er nicht weiss, wie es es oral und anal genau funktioniert.

Lausanne Cités: Aber was soll da so alarmierend sein?

Harri Wettstein: Es ist auf jeden Fall alarmierdend, weil diese Sexvorstellungen die Mann-Frau-Beziehung nicht verbessert und dass die Pronographie diese Beziehung grundlegend verändern wird und schon bedenklich verändert hat. Heute steht die Männlichkeit in einer großen Krise, die Jungs sind desorientiert in Sachen Sex und die Pornovorbilder führen sie in eine längst für vergangen gehaltene, archaische Brutalo-Männlichkeit zurück. Wenn ich dem Mädechen befehle “lutsch mir mal einen”, dann hat sie das zu respektieren, egal ob sie mich nun besonders mag oder nicht. Auf der Mädchenseite entsteht Panik, weil die Mädels befürchten, den Pornonormen der Cyberkreaturen mit all ihren sogeannten Schönheitsoperationen nicht mithalten zu können!

Buch zur SexualaufklärungLausanne Cités: Was schalgen sie vor?

Harri Wettstein: Man muss zum Beispiel im Biolgieunterricht überprüfen, ob der Frauenzyklus richtig unterrichtet wird. Nicht so wie das der Linder-Biologie vorschlägt. Dann sind in meinen Augen Sexualität und Fruchtbarkeit zwei untrennbare Seiten. Darüber hinaus sollten die Jugendlichen mehr über sich und ihren Köper lernen, was zu einer besseren Selbstwerteinschätzung führt. Die Mädchen könnten sich dann endlich wohlinformiert entscheiden, wie sie ihr Liebesleben gestalten sollten, und sich dadurch vom Druck von Pille und Pornomüll befreien. In Deutschland gibt es seit kurzem ein hervorragendes didaktisches Werk für Pädagogen, Lehrer und Sozialarbeiter: “Let’s talk about Porno”. Wir sollten uns davon beeinflussen lassen, es geht um die Entfaltungskraft unserer Kinder.

Pornosucht, Peniswettbewerbe, multiple Orgasmen…

Pornosucht, Peniswettbewerbe, multiple Orgasmen und „Gangbang-Partys“…  in puncto Sexualität stehen die jungen Männer von heute unter einem enormen Erfolgsdruck: Wer ist besser im Bett? Wer kann am längsten? Wer hatte schon die meisten Sexualpartner? Schon vor dem „ersten Mal“ verbringen die Jugendlichen oft Stunden vor kostenlosen Pornoseiten, die ungefiltert und allgemein im Internet zugänglich sind. Doch gehört dies alles wirklich zum Erwachsenwerden dazu?
Nein! Sagt der Schweizer Philosoph Harri Wettstein und zeigt mit seinem neuen, romanhaft angelegten Sexualratgeber

Den Geheimcode des Körpers kennen

Grundlagen der Sexualökologie. Für junge Frauen und Männer

 ISBN 978-3-8280-2997-2

wie wichtig eine ehrliche und wahrhaftige Sexualaufklärung für die Jugend ist. Er propagiert einen neuartigen Umgang mit der Sexualität sowie natürliche Verhütungsmethoden jenseits der Pille. Dabei geht es vor allem darum, Lösungen zu finden, die im Einklang mit Körper und Natur stehen. Wettstein stellt in seinem Werk allgemein verkündete Normen in Frage und bietet neue Lösungen für eine sichere, ökologische Verhütung.

Der in Zürich geborene Autor lebt seit 1977 in der Westschweiz (Romandie). Er ist Vater zweier erwachsener Kinder, Philosoph, Projektleiter und habilitierter Psychologe. Durch seine Partnerin Christine Bourgeois, die lange Zeit in der Forschungsgruppe zur symptothermalen Methode tätig war und seit mehr als 20 Jahren als zertifizierte Zyklusberaterin nach INER (Institut für natürliche Empfängnisverhütung Dr. Rötzer, Österreich) fungiert, kam er erstmals mit der symptothermalen Methode in Kontakt.

Wettstein engagiert sich seit 1999 für die symptothermale Methode (ökologische Empfängnisregelung oder NFP), zudem ist er Autor didaktischer Schriften wie „SymptoTherm Basic: Wenn Sex und Fruchtbarkeit Freundschaft schließen“, auf sympto.ch vertrieben. Diese Webseite bietet Forum für alle interessierten Frauen und auch Männer, die sich mit der natürlichen Verhütung auseinandersetzen und sie als eine echte, vernünftige und ökologische Alternative zum Hormon-Mainstream anerkennen. Nützliche Tipps, aber auch didaktisch ausgereifte Smartphone-Apps leiten hier den Weg zu einem gründlichen Verständnis des weiblichen Zyklus.

Gern senden wir Ihnen ein kostenloses Rezensionsexemplar der Neuerscheinung zu, vermitteln für ein Interview den Kontakt zum Autor und stellen Ihnen das Cover sowie Verlosungsexemplare zur Verfügung..