Verhütungsring

VerhütungsringDer Verhütungsring ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Manche kennen ihn möglicherweise auch unter den Begriffen Vaginal- oder Monatsring. Mithilfe von Hormonen verhindert der Verhütungsring den Eisprung und gilt mit einem Pearl-Index von 0,8 bis 1,3 als sicher.

Er besteht aus Kunststoff, hat einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern und wird per Hand wie ein Tampon in die Vagina eingeführt. Nach drei Wochen kommt es zur Entfernung des Verhütungsringes, wodurch in den darauffolgenden sieben Tagen eine Blutung eintritt, die der Menstruationsblutung gleicht. Die Blutung wird demnach durch das Pausieren der Hormonzufuhr verursacht, welche auch als Abbruchblutung bezeichnet wird, da es keine echte Blutung ist.

Steckbrief: Verhütungsring

Reinstopfen und vergessen

Rezeptpflichtig: Ja
Anspruch an die Anwenderin: gering (Kühlung der Packung bei Transport und Lagerung beachten!)
Pearl-Index: verschiedene Angaben, 0,8 bis 1,3 (= sicher); durschnittlich: 1
Hormone: Ja
Kosten: 3er Packung / ca. 50€, pro Jahr also 200 €
Beonderheit: Monatliche Anwendung – Der Produzent bietet eine App an, damit die Frau ja nicht vergisst, diesen Fremdkörper im richtigen Zeitpunkt herauszunehmen. Das Problem mit dem „Vergessen“ ist also nicht gelöst. Je mehr man die Frauen verdummt, desto dümmer verhalten sie sich auch.

Wie wirkt der Verhütungsring?

Es mag einem zunächst kurios erscheinen, dass ein einfacher Kunststoffring den Eisprung verhindern soll. Der Verhütungsring gibt jedoch konstant eine bestimmte Dosis an Hormonen ab, ähnlich wie die Antibabypille, das Verhütungspflaster, die Hormonspirale oder das Verhütungsstäbchen.

Bei den Hormonen, die der Verhütungsring abgibt, handelt es sich um eine tägliche Dosis von 15 Mikrogramm des – künstlichen – Östrogens Ethinylestradiol und 120 Mikrogramm des – künstlichen – Gelbkörperhormons Etonogestrel. (Das natürliche Gelbkörperhormon heisst Progesteron). Diese werden lokal von der Vaginalschleimhaut aufgenommen.

Die Verhütung mittels Verhütungsring gilt als zuverlässig (durchschnittlicher Pearl-Index von 0,5). Allerdings ist er, wie andere hormonelle Verhütungsmittel auch, in Deutschland rezeptpflichtig und ausschließlich in der Apotheke erhältlich. Die Wirkung besteht wie bei allen künstlichen Hormonpräparaten darin, dass der Eisprung abgewürgt wird; sodann wird das Lebenselixier am Muttermund (Gebärmutterhalsschleim) für die Spermien zu einer undurchdringlichen klebrigen Masse und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), in dem sich ein Embryo einnisten könnte, wird unterdrückt.

Welche Vor- und Nachteile birgt der Verhütungsring in sich?

Bei der Verwendung des Verhütungsrings sollte man sich über mögliche Risiken und Nebenwirkungen ausreichend informieren und die Vor- und Nachteile dieser Verhütungsmethode individuell abwägen. Alternativ kommt eine Verhütung ohne Hormonein Betracht – wir befürworten die symptothermale Methode auch vom Kostenfaktor her.

“Durch künstliche Hormone wird die Immunität der Frau herabgesetzt.”

Hormonelle Verhütung mit Verhütungsring

Der Verhütungsring eignet sich für Frauen, die die Pille nicht regelmäßig einnehmen können oder aus gesundheitlichen Gründen, wie beispielsweise bei einer Magen-Darm-Erkrankung, eine Alternative suchen müssen. Oder dann eben für die vielen Frauen, welche die Pilleneinnahme regelmäßig „vergessen“ und die aber trotzdem durch ein SMS-Programm daran erinnert werden müssen. Objektiv gesehen weist der Verhütungsring ein geringeres Vergessensrisiko auf als die Pille, denn er muss nur einmal im Monat herausgenommen und eine Woche darauf durch einen neuen ersetzt werden.

Die künstlichen Hormone werden nicht über den Verdauungstrakt aufgenommen, was die Nebenwirkungen geringer halten soll. Zudem ist die künstliche Hormonblockade im Blut tiefer und konstanter als bei der Pille. Die in der siebentägigen Pause auftretende Abbruchblutung fällt meist nur kurz und schwach aus, sodass die Frau weniger von Krämpfen und Übelkeit geplagt wird.

Sicherlich können bei dieser Verhütungsmethode ebenfalls unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Frauen, die diese Methode angewandt haben, berichten häufig über Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, vor allem Entzündungen im Genitalbereich sowie sexuelle Unlust. In diesem Fall kann man ihn jedoch für die Dauer von bis zu drei Stunden entfernen, solange dies nicht schon in den letzten 24h getan wurde.

Im Vergleich zu der Pille und dem Kondom ist der Ring teurer und schützt, wie überhaupt alle hormonellen Verhütungsmethoden, nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Gegenteil. Durch künstliche Hormone wird die Immunität der Frau herabgesetzt. Die Bayer-Schering-Broschüre führt noch weitere Nachteile an: Zusätzlich zu den Pillennebenwirkungen können erhöhte Scheidenentzündungen auftreten. Der Vaginalring wird ab und zu von der Frau sowie vom Sexualpartner gespürt.

Häufige oder mögliche Nebenwirkungen

  • Kopfschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Entzündungen im Genitalbereich
  • Schwächung des Immunsystems
  • sexuelle Unlust

Obgleich auch dieses Verhütungsmittel Nachteile hat und Nebenwirkungen auftreten können, berichten viele Anwenderinnen, die überhaupt nichts von der symptothermalen Alternative wissen, dass sie sehr zufrieden mit dieser Methode sind und keine Nebenwirkungen verspüren. Jedoch ist der Verhütungsring etwas kostspieliger als andere hormonelle Verhütungsmethoden. Unser Fazit: Wenn schon in die sexuelle Gesundheit investieren, dann die symptothermale Methode und nicht in die Pharmaindustrie durch den jahrelangen Konsum künstlicher und umweltgefährdender Hormone !

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