Schmierblutung

Unter einer Schmierblutung, im Englischen etwas sanfter als Spotting bezeichnet, versteht man einen bräunlichen Ausfluss aus der Vagina einer geschlechtsreifen Frau. Die Besonderheit der Schmierblutung (Spottings) besteht darin, dass sie außerhalb der Menstruation als Zwischenblutung auftreten kann. Unter bestimmten Umständen, wie beispielsweise einer Krankheit, kann die Schmierblutung im Rahmen der eigentlichen Menstruationsblutung auftreten. Hormonelle Störungen, hormonelle Verhütungsmethoden, Ungleichgewichte oder Entzündungen können z.B. Schmierblutungen verursachen.

In den meisten Fällen treten Schmierblutungen jedoch im Zusammenhang mit Veränderungen des Menstruationszyklus und während der Schwangerschaft auf (Zyklus der Frau). Die Ursachen für Schmierblutungen stehen gegebenenfalls auch im Zusammenhang mit der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln, die einen niedrigen (künstlichen) Östrogenanteil haben. Dazu gehören unter anderem der Verhütungsring, das Verhütungsstäbchen und das Verhütungspflaster.

Verschiedene Formen der Schmierblutung

Es gibt unterschiedliche Formen der Schmierblutung, die im Folgenden kurz erläutert werden.

  • Ovulationsblutung
    Bei der Ovulationsblutung handelt es sich um eine leichte und harmlose Blutung, die kurz vor oder nach dem Eisprung stattfindet. Das Hormon Östrogen fällt bei einem normalen Menstruationszyklus kurz nach dem Eisprung stark ab. Dies hat eine leichte Blutung zur Folge. Meistens ist es ein Zeichen für eine besonders hohe Fruchtbarkeit der Frau.
  • Implantationsblutung
    Hierbei geht es um eine Art der Schmierblutung, welche normalerweise etwa sieben bis zehn Tage nach dem Eisprung auftritt. Dies könnte ein frühes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Als Folge erweitern sich die Blutgefäße durch die Einnistung eines Embryos in der Gebärmutterschleimhaut.
  • Prämenstruelle Schmierblutung
    Dies ist eine Blutung, die etwa ein bis zwei Tage vor der eigentlichen Menstruationsblutung auftritt. Hervorgerufen wird sie durch die Abschwächung der Progesteronproduktion zum Ende des Monatszyklus, sichtbar am Absinken der Körpertemperatur, wenn die Gebärmutterschleimhaut beginnt, sich abzulösen.
  • Entzündungsblutungen
    Derartige Erscheinungen sind Schmierblutungen, welche mit einer chronischen und unspezifischen Entzündung der Gebärmutterschleimhaut einhergeht. Durch die Einnahme von Östrogenen ist eine Minderung möglich.

Wie oft kann eine Schmierblutung auftreten?

Die Häufigkeit einer zwischendurch auftretenden Blutung ist individuell unterschiedlich. Die Einnahme bzw. das Austauschen der Antibabypille scheint – laut Aussagen einiger Frauen – die Wahrscheinlichkeit auf eine zusätzliche Blutung zu erhöhen. Insbesondere junge Frauen bzw. Mädchen im geschlechtsreifen Alter berichten öfter von Schmierblutungen. Dies liegt meist daran, dass sich der Menstruationszyklus bei jungen Frauen noch nicht eingependelt hat. Allerdings verlaufen diese größtenteils schmerzfrei und gehen mit der Zeit vorüber.

Sollte eine Zwischenblutung länger als zwei Tage andauern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um sich bei möglichen Unsicherheiten Klarheit zu verschaffen. Da eine unregelmäßige Blutung mit einem frühen Stadium der Schwangerschaft einhergehen kann, geraten viele junge Frauen in Panik, wenn diese auftritt. In vielen Fällen stellt sich eine derartige Schmierblutung jedoch als einmalige Unregelmäßigkeit heraus.

{ 0 Kommentare... lies unten weiter oder schreibe ein Kommentar }

Hinterlasse einen Kommentar

CAPTCHA
*